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Extrem schwieriger Saisonstart an der Gaula 10.06.2020
Auch wenn ein Reisen nach Norwegen im Moment noch nicht möglich ist und ab dem 15.6. zunächst einmal nur Touristen aus Dänemark nach Norwegen einreisen dürfen, begann die Lachssaison an vielen norwegischen Flüssen wie gewohnt am 1. Juni. Natürlich verfolgten wir die Situation auch während der Covid 19 Zeit und uns war klar, dass der Saisonstart an der Gaula dieses Jahr alles andere als normal verlaufen würde. Zum einen waren es nur Norweger, die am 1. Juni fischen konnten und zum anderen lag in den Bergen so viel Schnee wie schon lange nicht mehr.


Der Beat A1 vom NFC bei ca. 700 m³ am Gaulfossen

Die norwegischen Medien sprachen von einer Schneemenge die zum Teil um 300 % höher war als in normalen Jahren. Dies lag zum einen daran, dass auch der Winter in Norwegen nicht besonders kalt war und es dadurch vermehrt schneite. Zum anderen gab es selbst Ende April / Anfang Mai auch noch Neuschnee in tieferen Lagen, wo es bei uns in Deutschland schon lange der Frühling mit Temperaturen um 20 Grad eingekehrt war. Bis Mitte Mai gab es an der Gaula quasi keine richtige Schneeschmelze mit der dazugehörigen Frühjahrsflut. Erst am 21. Mai stieg die Gaula auf über 100 m³ am Gaulfossen an. Zum Saisonstart um Mitternacht am 1. Juni waren es dann 746 m³ pro Sekunde am Gaulfossen. Dieser Wasserstand machte die Fischerei an den meisten Strecken unmöglich. In der kompletten Woche pendelte der Wasserstand meistens zwischen 700 und 800 m³ pro Sekunde am Gaulfossen. Der bis jetzt höchste Wasserstand wurde 7. Juni um 12 Uhr erreicht, jetzt führte die Gaula 912 m³ pro Sekunde am Gaulfossen. In den sozialen Medien kam immer mal wieder die Frage auf ob vielleicht die Fangstatistik, die online einzusehen ist defekt sei. Dies war leider nicht der Fall. Aufgrund des sehr hohen und extrem trüben Wassers wurden am 1. Juni nur zwei Lachse am gesamten Fluss gefangen. Bis zum 07. Juni waren es insgesamt 5 Lachse.


Kaum wieder zu erkennen. Der Beat B1 bei ca. 900 m³.

Natürlich gibt es in so schwierigen Zeiten aber auch etwas positives zu sagen. Zum einen war der Befischungsdruck in den letzten Tagen extrem gering und die Fänge in den Forschungsnetzten im äußeren Trondheimfjord sehen vielversprechend aus. Es sind eine gute Anzahl von Mittelgroßen- und Großlachsen auf dem Weg in die Flüsse. Außerdem ist seit vorgestern eine Kaltfront in Norwegen eingekehrt und der Fluss sinkt kontinuierlich. Es könnte gut sein, dass die Fischerei am Dienstag/Mittwoch an der Gaula deutlich besser werden wird. Danach sind aber auch wieder einige sehr warme Tage in der Wettervorhersage, was den Fluss wieder ansteigen lassen wird. Das hängt aber davon ab wie viel Schnee noch in den Bergen übrig ist und genau da sind wir bei einer weiteren guten Nachricht. Sollte die norwegische Regierung sich dazu entscheiden die Grenzen wieder zu öffnen, dann sollten wir noch über längere Zeit sehr gute Bedingungen vorfinden.

Wir behalten die Bedingungen für Sie in den nächsten Tagen im Auge und werden Sie auch hier über mögliche Grenzöffnungen umgehend informieren.

Ihr Team vom International Flyfishers Club.

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